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Der Lude und sein Advokat

Wer kennt nicht Karl-Heinz Schwensen?! Sicher können die wenigsten etwas mit dem Namen anfangen, deshalb sei an dieser Stelle noch einmal Wikipedia zitiert:

“Karl-Heinz Schwensen war früher unter seinem Kiez-Namen Neger-Kalle bekannt und wurde auch in verschiedenen Medienberichten so bezeichnet. Aufgrund der rassistischen und diskriminierenden Konnotation der Bezeichnung verwahrt sich Schwensen inzwischen gegen diesen Spitznamen.”

Na, dämmerts? Den kennt man doch aus einem ‘5 Sterne Deluxe’-Video, und von zahlreichen Hamburger Promi-Veranstaltungen. Was allerdings nur wenige wissen ist, dass sich Karl-Heinz von seinem NK-Pseudonym distanziert hat. Auch sein unter diesem Namen geführtes MySpace-Profil hat er gelöscht. Zwar gibt es noch ein MySpace-Profil unter seinem Kosenamen, aber inwiefern das wirklich von ihm ist, oder einfach nur von einem treuen Fan/Spaßvogel erstellt wurde, lässt sich natürlich schwer sagen.

Warum das alles?

Nun, ich denke er wird gemerkt haben, dass es lukrativer ist, Leute für die Benutzung des NK-Pseudonyms abzumahnen, als auf seiner alten Kiezherkunft rumzureiten. Das durfte auch der MC Winkel feststellen.

Bleibt also festzuhalten: NK war cool, Karl-Heinz Schwensen ist es nicht.

Nachtrag:

Stefan Niggemeier hat die Causa Kalle hier sehr schön beschrieben, und Herr Schwensen selbst hat sich auf dem Blog von MC Winkel zu Wort gemeldet.

Bleibt schlussendlich nur zu sagen, dass das Thema in den letzten Tagen sehr hochgekocht wurde, und eigentlich viel differenzierter und sachlicher behandelt werden sollte. Herr Schwensen hat ein Recht darauf nicht als “Neger” bezeichnet zu werden, unbhängig von der gängigen Abmahnpraxis. Des weiteren scheint er kein Geld daran zu verdienen, aber lest am besten selbst seinen Kommentar bei MC Winkel.

Notiz an mich selbst: Nicht sofort auf jeden Zug aufspringen, und kühlen Kopf bewahren!

Geschrieben am 27. Juli 2007 von Herschel, abgelegt in Neuigkeiten