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Elektrischer Widerstand @ Fête de la Musique Hannover

Am vergangenen Samstag, dem 21. Juni 2008 war nicht nur die Mitsommerwende, der längste Tag des Jahres, sondern auch die erste hannoversche Fête de la Musique!

Wochen vorher wurde mit Plakaten auf die große Sause in der Innenstadt aufmerksam gemacht. Der Slogan war: 800 Musiker, 100 Bands, 20 Orte, 10 Stunden und eine City! So kann man den Tag auch ziemlich gut in einem Satz für Leute, die nicht in Hannover waren, beschreiben.

Doch war es gab viel mehr auf die Ohren als nur Schülerbands, weiße Gospel-Gruppen und Bläser-Quintette. Auch elektronische Künstler, in diesem Falle hannoversche DJs, durften in der größten U-Bahn Station Hannovers, dem Kröpcke von 12-20 Uhr auflegen und rave-wütige junge Erwachsene ihr Tanzbein schwingen.

Doch leider wurde - wie so oft - die Rechnung ohne die lokale Nahverkehrsgesellschaft Üstra gemacht. Am Nachmittag gab es die erste Einweisung auf der Tanzfläche bitte nicht mehr zu rauchen und Alkohol aus Glas(?)flaschen zu sich zu nehmen. Da viele dem Mann hinter dem Mikro jedoch kein Gehör schenken wollten, gab es gegen 18.30 Uhr das endgültige Aus der Aktion.

Ich fand es sehr schade, dass so manchen DJs die Möglichkeit genommen wurde noch an diesem Abend in der U-Bahn Station ihre Musik abzuspielen - allen voran Andi de Luxe - und außerdem, dass ich mit meinen Freunden aufhören musste zum eingängen 4/4 Takt die Füße zu stampfen und die Arme zu rudern…

Doch die Fête soll nächstes Jahr wiederholt werden und dann hoffentlich mit besser Absprache mit der Üstra oder einer anderen Location für den nachmittäglichen Rave in der City.

Geschrieben am 24. Juni 2008 von Jasper. - 3 Kommentare


Deindustrialisierung aus Kindermund

Ich sitze im Regionalexpress Emden-Hannover. In Wunstorf steigt eine Gruppe, ich würde sagen, Grundschulkinder ein. Sie fahren nach Hannover zur Kinder-Mitmachausstellung “Mäuse, Money und Moneten”, wie ich den Gesprächen entnehmen kann (”Lisa, willst du auch in Geld baden?”).

Als wir bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof Hannover das Continental-Werk Vahrenwald passieren, sagt ein kleiner Junge:

“Da hat mal mein Opa gearbeitet. Da wurde neulich alles eingeschlagen.”

conti on flickr

Continental von jksimpson auf flickr

Geschrieben am 19. Juni 2008 von J.K. Simpson - 2 Kommentare


Fischerhof

Vor genau einer Woche war ich mit dem M. aus dem Kulturpalast am Bhf. Fischerhof fotografieren, wo neben einigen anderen faszinierenden Dingen eine alte, ausrangierte Dampflok steht. Unten seht ihr die Galerie.

Geschrieben am 13. Juni 2008 von J.K. Simpson - 4 Kommentare


Häßliche-Pärchen-Bildung.

Eine Monotonie für zwei Personen. Straßenbahn Linie 10, Frühsommer. Zwei Teenagermädchen, zirka 15 Jahre.

Die Dunkelhaarige: Also irgendwie sind alle häßlichen Menschen mit wem zusammen. Also irgendwie. Irgendwie sind alle häßlichen Menschen mit wem zusammen. Is’ doch so. Das war jetzt nicht auf dich bezogen. Also dich meine ich nicht. (Seufzt).

Also ich werde wohl immer Single bleiben.

(more…)

Geschrieben am 13. Juni 2008 von J.K. Simpson - 4 Kommentare


Fotos vom Public Viewing auf dem Conti Campus

conti campus - public viewing

Nachdem ich hier schon das gestrige Fußball-Spektakel angekündigt habe, bin ich mir auch nicht zu schade auf die Fotos von der Veranstaltung hinzuweisen. Ich habe viel Blut, Schweiß und Tränen in diese Bilder gesteckt, also viel Spaß beim Angucken.

Am besten mittig auf das Glühbirnen-Symbol klicken und ab geht der Spaß. Hier gehts zur Galerie.

Geschrieben am 13. Juni 2008 von Herschel - 4 Kommentare


Public Viewing auf dem Conti Campus in Hannover

public viewing auf dem conti campus

Heute abend präsentiert der FFW Hannover unterstützt von Continental™ Public Viewing auf dem Conti Campus der Universität Hannover. Der Spaß geht um 17.30 Uhr los, gezeigt wird das Spiel "Deutschland - Kroatien" und fürs körperliche Wohl gibt es Freibier.

Also kommt vorbei und genießt Spitzenfußball(?) an der frischen Luft auf Leinwand mit Hopfeneistee. Und weil es so schön ist, gibt es jetzt noch einen kleinen Witz:

Treffen sich zwei Rentner
- Guckste heute abend Fußball?
- Wer spielt denn?
- Österreich - Ungarn.
- Gegen wen?
:mrgreen:

Geschrieben am 12. Juni 2008 von Herschel - 7 Kommentare


Hast du das auch gehört? Da ist was gegen eine Wand gefahren

Gestern waren Herschel und ich mit Freunden beim “Rosa Rauschen”, der Vor”Band” von Bratze. Es war sein Live-Debut und verwandelte sich zu einer großen Party mit Pyrotechnik, Konfetti und viel Glitzer, so dass ich mir um Bratzes Auftritt direkt ein bisschen Sorgen machte (aber dazu schreibt Herschel). Ein guter Einstand jedenfalls und ich werde beim nächsten Auftritt hoffentlich wieder dabei sein. Wie Rosa Rauschen selber sagt: Seine Texte drehen sich in erster Linie um Saufen und Wetter. In diesem Sinne habe ich “Cozy Gazelle” als musikalisches Beispiel gewählt, weiteres steht im Rosa Rauschen-Blog zur Verfügung:

Geschrieben am 23. Mai 2008 von Tadaa - 3 Kommentare


Strandleben Reloaded (2008)

Strandleben Hannover (2008) modified in GIMP

Ein Feiertag im Mai, gegen 18 Uhr.

“Ey, ihr schwanzlutschenden Opfer, was geht?” begrüßt der häßliche junge Mann seine Kumpane. Er krallt sich eine Flasche des derzeitig angesagten Bier-Limo-Mischgesöffs und fläzt sich in einen Liegstuhl, nachdem er die beiden Typen mit Handschlag und die Mädchen mit kurzen Umarmungen begrüßt hat.

Sein Kollege hingegen steht auf, holt ein weitere Flasche Alsterersatz hervor, welches er hochhält, um dabei zu verkünden: “Ey habta schonma Becks Ice getrunken?”, und, ohne eine Antwort abzuwarten: “Schmeckt voll Scheiße!”

Dem Kerl sieht man die Muckibude an: Muskulös und gut gebaut, braungebrannt, was er anhand seines nackten Oberkörpers reichlich unsubtil demonstriert; seine Hose hängt ihm tief in den Schritt. Vermutlich wäre er der Traum vieler Frauen - solange, bis er den Mund aufmacht; sein Intellekt entspricht möglicherweise in etwa dem eines Hohltiers. Obwohl: Quallen können sich wenigstens selbst befruchten. Und müssen dementsprechend keine Gehirnleistung auf ihre sexuelle Ausstrahlung verschwenden.

“Ey zieh mal deine Hose hoch” sagt die eine der beiden anwesenden Mädchen. Sie trägt weiße Hotpants. Ein dritter Typ jagt seinen kleinen Köter um die Gruppe.

Wir befinden uns im Strandleben. Hannovers Antwort auf die Strandperle in Hamburg oder die künstlichen Strandbars in Berlin. Die drei Jungs haben heute eindeutig zu viel Sonne und Radlersubstitut abbekommen. Jeder brabbelt irgendetwas vor sich hin. Kein Mensch kann dem folgen, am wenigsten sie selbst.

“Ey du redest nur Scheiße.” konstatiert eines der Mädchen. Der Hundebesitzer erhält einen Anruf. Sofort nach Hause, Essen ist gleich fertig. Scheiße, Mann.

Die beiden Mädchen wenden sich auch zum Gehen. Verabschiedungsritual. “Ihr könnt uns ja mal wieder anrufen, wenn ihr hier seid.”, sagt die eine mit den weißen Hotpants. Es klingt nicht besonders flehend.

Hannover ist nicht Hamburg oder Berlin. Die Jungs wären gerne auf Mallorca, glaube ich.

Der häßliche junge Mann nimmt einen tiefen Schluck aus der Beck’s-Chilled-Orange-Buddel und seufzt.

“Ey Alter Scheiße ich bin so Scheiße! Trink zwei Bier und bin voll nüchtern. Das ist doch durch!”

Und das ist es auch.

Geschrieben am 13. Mai 2008 von J.K. Simpson - 4 Kommentare


Gullideckel: Modell "Hannover"

Wenn wir ehrlich sind, gibt es zwar viele spannende Gullideckel da draußen und sicherlich auch einige, die uns für einen kurzen Augenblick ob ihrer Schönheit die Sprache verschlagen. Aber kein Gullideckel reicht an die Anmut und Eleganz des Modells "Hannover" heran. Deshalb kurz zurücklehnen und genießen:

gullideckel - modell \"hannover\"

Geschrieben am 09. Mai 2008 von Herschel - 3 Kommentare


Verkehrshitparade

Als Radfahrerin in der Stadt ist man ja so einiges gewöhnt. Keine von uns versucht bspw. noch, Vorfahrtsrechte durchzusetzen. Und ich hab mir angewöhnt, wenn Autofahrende es ist nich für nötig halten zu blinken (z.B. an einer T-Kreuzung), sie einfach so zu behandeln, als würden sie gerade aus fahren wollen. Klappt super.

Aber wenn mir auf 500 Meter Radweg [sic!] gleich zwei “Ich-halte-hier-nur-ganz-kurz” -Autofahrende im Weg stehen, 5 “Rechtsfahrgebot? Ach sind wir hier nicht in England?” - Menschen auf Fahrrädern”entgegenkommen und mich dann auch noch eine Gruppe “Auf dem Dorf hat es auch niemanden gestört wenn wir auf Radwegen gegangen sind” - Yuppies zum Bremsen zwingt, dann wünschte ich mir, ich hätte damals zu Weihnachten nicht das Fahrrad sondern eine Planierraupe bekommen.

Geschrieben am 06. Mai 2008 von Tadaa - 10 Kommentare


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