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Schöne Ferien mit Frank Sauerzweig

Normalerweise würde ich jetzt einen gehässigen Kommentar abgeben, aber irgendwie fällt mir dazu nichts mehr ein. Das ist zu krass. Lieber Frank Sauerzweig, auch wenn die/der Kreative ihrer Wahl die Idee zu diesem Plakat total schnafte fand, sollten sie das vielleicht trotzdem wenigstens ansatzweise hinterfragen. Es kann passieren, dass ziemlicher befremdlicher Müll dabei herauskommt. Und dieser ist in den seltensten Fällen hilfreich.

(via Eye said it before, Patsy Jones)

Geschrieben am 06. August 2008 von Herschel - 2 Kommentare


Pokern ist kein Gesellschaftsspiel

poker

Am Wochenende bin ich in die seltene Verlegenheit gekommen ein paar Runden Poker mit Freunden zu spielen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man im Gegensatz zum Skat, einer gepflegten Runde Doppelkopf oder einem ausgelassenen Mau Mau-Spiel, beim Pokern eigentlich gar keine Gelegenheit hat, mit seinen Mitspielern zu quatschen, Bier zu trinken und einen lustigen Abend zu haben.

Denn Poker mag Außenstehenden zwar recht banal vorkommen, ist aber eine komplizierte Sache. Die Kunst besteht nämlich darin, ein konsistentes Spiel über viele Runden aufzubauen, abzuwarten und blitzschnell loszuschlagen, wenn sich eine Gelegenheit bietet. Dafür muss man, mit seiner Schirmmütze tief im Gesicht, den ganzen Abend hinter seiner Sonnenbrille am Tisch sitzen und jede Gefühlsregung unterdrücken.

So etwas ist aber kaum möglich, wenn man ausgelassen mit Menschen an einem Tisch sitzt, mit denen man sich noch etwas zu erzählen hat. Deswegen sind solche Pokerrunden zwar ganz witzig, aber eigentlich keine richtigen Pokerrunden. Andererseits würde ich auch nicht drei Stunden ohne ein Wort zu sagen mit Freunden am Tisch sitzen wollen und einfach nur Karten dreschen.

Übrigens möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich zwar den Abend über nicht wirklich geglänzt habe, aber wenigstens eine Runde für mich entscheiden konnte und einen gewissen Herrn Patrick “Bares” B. kräftig abgezogen habe. Abso-fuckin’-lutely!

(Bild: IMG_6967 von rosswebsdale unter CC-Lizenz)

Geschrieben am 04. August 2008 von Herschel - 2 Kommentare


Sommerferien

Die letzten Tage war ich wenig zum Bloggen gekommen. Das lag unter anderem daran, dass ich damit beschäftigt war, unseren Bus auszubauen, mit dem wir jetzt erstmal weg sind.

von hinten und von vorne

Sollte uns zufällig jemand entdecken, sacht mal hallo! Zum Beispiel auf dem Populario?

Im September gibt es einen ausführlichen Reisebericht. Der bestimmt nicht so cool wird, wie der von Matt, aber wir haben auch nur 4 Wochen und 3 Länder und nicht 14 Monate und 42 Ländern. Trotzdem soll sein wunderschönes Video niemandem vorenthalten werden:

(via Ponysoap, direkt video)

Geschrieben am 31. Juli 2008 von Tadaa - 3 Kommentare


Ein Hoch auf die Verpackungsrücknahme

Seit einigen Jahren sind Supermärkte ja verpflichtet den Verpackungsmüll, der mit dem Kunden rausgeht, wieder anzunehmen und zu entsorgen. Dadurch hat man zum Beispiel die Möglichkeit sperrige Tiefkühlpizza-Kartons gleich im Laden zu lassen. Man muss sich nur merken, wie heiß der Ofen sein muss und wie lange die Pizza braucht. Aus Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass das schaffbar ist.

Nun habe ich mir neulich mal wieder eine American Style Western-Pizza beim Rewe geholt, hole das Teil aus der Packung und denke mir noch so: “Hui, die ist aber schön fluffig”. Nur hat eine Tiefkühlpizza nicht fluffig zu sein, sondern tiefgekühlt und somit steinhart. Die verdammte Pizza war einfach nicht gefroren. Wahrscheinlich hatte sich schon ein dicker Belag aus Salmonellen und Chlamydien über den Reibekäse gelegt.

Natürlich habe ich als mündiger Kunde sofort Satisfaktion gefordert und eine neue Pizza bekommen, die dann auch gefroren war. Und was lernen wir daraus? Tiefkühlpizzaverpackungen immer im Laden lassen. Dann hat man weniger Müll und man weiß, ob das Teil auch wirklich gefroren ist.

Geschrieben am 26. Juli 2008 von Herschel - 1 Kommentar


FUCK THE WHAT!

FUCK THE WHAT!

Endlich sagt’s mal jemand.

Geschrieben am 25. Juli 2008 von Herschel - 1 Kommentar


Nerd-Kinder-Kram

Nach erfolgreicher Abgabe kann ich mich wieder vermehrt unnützem Tun hingeben. Und auch wieder mehr bloggen. Das hier zum Beispiel:

Die Martians sind toll. Der Computer ist toll. Und das ist wirklich alles ziemlich durch.

(direkt Yip Yips)

Die hier sind auch super:

(direkt honkers)

Gibts die Sesamstraße eigentlich noch?

Geschrieben am 21. Juli 2008 von Tadaa - Keine Kommentare


Trinkhallen…

trinkhalle hannover

Als Trinker, Faulenzer und Verpeiler bin ich öfter als mir lieb ist auf die gute alte Trinkhalle angewiesen. Herschel brachte mich mit seinem Beitrag mit den Fotos aus Berlin darauf, doch mal auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel zu klicken… Er ist relativ belanglos, viel spannender ist die verlinkte Diplomarbeit zum Thema “Gesellschaftliche Funktion der Trinkhallen”. Liest sich, wie sich gerade herausstellt, sehr lustig und bringt Licht in ungeklärte Tatsachen der Mystik, die die Trinkhallen umgibt.

Hier in Hannover gibt es verschiedene Theorien über das Fortbestehen der Kioske und Trinkhallen: Gesponsert von der türkischen Mafia zum Geld waschen (was machen sie nur mit dem ganzen Gemüse?!), erfolgreiche Familienunternehmen mit einer wahren Trinkhallen-Kette, doch der gute alte Metro-Mengenrabatt auf gewerblich Eingekauftes?! Vermutlich ist alles falsch (wobei ich die Sache mit der Geldwäscherei als durchaus vielversprechend erachte).

Naja, jedenfalls hat ja jede/r so seinen oder ihren Stammkiosk. Meiner z.B. ist der ehemalige Osman-Market an der Ecke Egestorf-/Badenstedter Str. Die guten Menschen, die dort hinter dem Tresen stehen, bekommen immer ein ganz bestimmtes Bild ihrer Kunden. Mich würde mal interessieren, wie ich rüberkomme. Gelte ich schon als Alki, weil ich mir öfter mal ein Bier kaufe? Oder bin ich mehr der verpeilte Student, der zu blöd ist, im Supermarkt zu regulären Öffnungszeiten einzukaufen?

Hmmm. Vielleicht sollte man ihn befragen.

Öfters stehen einem die Kioskbesitzer auch mal mit einem guten Rat beiseite: Ich hab nen T-Shirt (das zugegebener Maßen doch recht knapp sitzt, aber hey, für Größe S ist es sehr klein….) auf dem “Fuck SKA” steht (ein Merchandise-Produkt einer bekannten Ska-Band…). Als ich also damit den Kiosk betrat, war der Mann (der, der so selten da ist…) so nett mich drauf hinzuweisen, dass das eine Beleidigung für alle Araber sei, weil SKA für “Saudi Kingdom Arabia” stehen würde. So hab ichs noch nie aufgefasst, trage aber u.a. aus diesem Grund das Shirt nicht mehr. Vielleicht auch nicht, weil ich durch Bierkonsum mittlerweile eine klitzekleine Plautze angesetzt habe und somit den, ähhh, engen Schnitt nicht mehr tragen kann bzw. will.

So. Jetzt schön die Diplom-Arbeit reinziehen und beim nächsten Kioskbesuch auf die Stammkunden achten.

Geschrieben am 17. Juli 2008 von TediousNilsen - 7 Kommentare


Das Makkaroni-Malheur

Gerade in der Mensa lag vor der Essensausgabe ein Haufen Vollkorn-Makkaronis auf dem Boden. Daneben erklärte eine verzweifelte Studentin, wie es dazu kommen konnte: Sie sei auf einer Pommes ausgerutscht. Ich konnte mir das Schmunzeln nicht verkneifen.

Beim genaueren Hinschauen sah ich dann allerdings, dass sie nicht gelogen hatte: Zwischen den ganzen Nudeln lag eine einsame, breitgelatschte Pommes.

Geschrieben am 11. Juli 2008 von Herschel - 7 Kommentare


Fantasy für Kids

Als ich zu pubertieren begann, habe ich phantastische Literatur verschlungen. Heute ist meine Nichte in diesem Alter, auch sie hängt glücklicherweise nicht nur vor der Playstation, sondern frisst sich durch Bücher. Auf diese Weise kommt ein innerfamiliärer schöngeistiger Austausch zustande, was ja erstmal ganz nett ist.

Wenn man aber mal in eine - oder mehrere - Buchhandlungen guckt, was so an Fantasy für Jugendliche geboten wird, kann man nur feststellen: Der Markt ist hochgradig konzentriert.

Da gibt’s den unvermeidlichen Harry Potter (mehrbändige Geschichten über einen jugendlichen Zauberlehrling), den postmodernen Artemis Fowl (mehrbändige Geschichten über einen jugendlichen Meisterdieb), die Tintenwelt-Romane von Cornelia Funke (Trilogie über ein junges Mädchen und die Liebe zum Lesen), “Bis(s) zum Morgengrauen” etc. (Trilogie über ein junges Mädchen, dass sich in einen Vampir verliebt), und Der Goldene Kompass etc. (Trilogie über ein junges Mädchen und die Unterdrückung durch die Kirche). Daneben finden sich in den Regalen noch zwei- bis drei andere mehrbändige Geschichten über jugendliche Identitätsfiguren, die irgendwas tun.

Nicht wirklich die Sorte phantastischer Literatur, die ich in meinen Jugendjahren gelesen habe (ich war ziemlich wahllos, zum Bekümmern meiner Eltern, die der amerikanischen Trivialliteratur doch recht skeptisch gegenüberstanden). Jene Barbarengeschichten fristen nun wohl in Romantauschbörsen ein Schattendasein. Aber ich habe eine Geschäftsidee: Ich werde eine Fantasy-Reihe für Jugendliche schreiben. Ich habe schon ein paar Einfälle: Ein kleiner Junge, nein, besser eine Art Zwerg oder Halbling,the one ring findet ein Schmuckstück, von dem erst später offenbart wird, dass es sich um das mächtigste Artefakt des Bösen handelt. Darum entbrennt ein Krieg. Hm. Ganz gut.

Oder vielleicht ein paar Raumschiffe einbauen? Sowas wie: Ein junger Mann, eigentlich Farmer, schließt sich der intergalaktischen Rebellion gegen das böse Reich an. Erst später wird deutlich, in welcher engen Beziehung er eigentlich zu dem Oberschurken steht - dem verpassen wir am besten eine schwarze Uniform oder Maske…

Ich höre schon das Geld zahlloser Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels in den Kassen klimpern. Und die Filmrechte gebe ich auch nicht so leichtfertig her.

the one ring von Katie Tegtmeyer unter creative-commons

Geschrieben am 11. Juli 2008 von J.K. Simpson - 5 Kommentare


My Personal Hohlspiegel

Die letzte Seite der wöchentlichen Gazette Der SPIEGEL ist, wie wir alle wissen, journalistischen Ausrutschern gewidmet (abgesehen davon, dass gelegentlich auch missverständlich geschriebene Kleinanzeigen aufgeführt werden). Unter der Rubrik "Hohlspiegel" werden von Lesern eingesandte, lustige und zum Teil grotesk falsch formulierte Textstücke aus Zeitungen abgedruckt.

Beim Lesen des aktuellen SPIEGELs (Nr. 28/2008) entdeckte ich ebenfalls einen ganz heißen Kandidaten für diese Rubrik. Und zwar steht im Artikel "Richtig vor die Glocke" (S. 54f.) folgendes:

hohlspiegel

Man kann jemanden anstacheln oder sich auftakeln. Man kann aufwiegeln oder anstiften. Aber was zum Teufel bedeutet ‘aufstacheln’? Klingt für mich wie eine légère Umschreibung des sexuellen Akts. Quasi ein Synonym für Pieken oder Anstechen.

Wenn alles glatt läuft, wird diese Stilblüte nächste Woche auch im Hohlspiegel zu besichtigen sein. Vorausgesetzt es wird "gemeldet". Ich persönlich habe es gebloggt und damit meine Schuldigkeit getan…

Nachtrag

Das Wort ‘aufstacheln’ existiert in dieser Form in der deutschen Sprache, es ist nur dem Autor selbst höchst suspekt. Von daher ist die Überschrift ‘My Personal Hohlspiegel’ intuitiv passend gewählt.

Geschrieben am 11. Juli 2008 von Herschel - 7 Kommentare


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