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My Personal Hohlspiegel

Die letzte Seite der wöchentlichen Gazette Der SPIEGEL ist, wie wir alle wissen, journalistischen Ausrutschern gewidmet (abgesehen davon, dass gelegentlich auch missverständlich geschriebene Kleinanzeigen aufgeführt werden). Unter der Rubrik "Hohlspiegel" werden von Lesern eingesandte, lustige und zum Teil grotesk falsch formulierte Textstücke aus Zeitungen abgedruckt.

Beim Lesen des aktuellen SPIEGELs (Nr. 28/2008) entdeckte ich ebenfalls einen ganz heißen Kandidaten für diese Rubrik. Und zwar steht im Artikel "Richtig vor die Glocke" (S. 54f.) folgendes:

hohlspiegel

Man kann jemanden anstacheln oder sich auftakeln. Man kann aufwiegeln oder anstiften. Aber was zum Teufel bedeutet ‘aufstacheln’? Klingt für mich wie eine légère Umschreibung des sexuellen Akts. Quasi ein Synonym für Pieken oder Anstechen.

Wenn alles glatt läuft, wird diese Stilblüte nächste Woche auch im Hohlspiegel zu besichtigen sein. Vorausgesetzt es wird "gemeldet". Ich persönlich habe es gebloggt und damit meine Schuldigkeit getan…

Nachtrag

Das Wort ‘aufstacheln’ existiert in dieser Form in der deutschen Sprache, es ist nur dem Autor selbst höchst suspekt. Von daher ist die Überschrift ‘My Personal Hohlspiegel’ intuitiv passend gewählt.

Geschrieben am 11. Juli 2008 von Herschel, abgelegt in Aus dem Leben - Reaktionen auf Rivva