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Die durchschlagende Wirkung von Kaffee

kaffee - hund

Donnerstags muss ich um 8 Uhr morgens in der Uni sein. Und Hand aufs Herz: Ich bin Student, das ist definitiv "vor dem Aufstehen", wie der Volksmund so schön sagt. Also mache ich mich allwöchentlich, während die Vögel tirilieren und der Nebel aus den Wiesen steigt, auf den Weg zur Uni, und lasse mir dabei die Nase von den ersten Sonnenstrahlen kitzeln. Ein Hoch auf den Heuschnupfen.

Allerdings reicht es nicht zur Vorlesung hinzugehen, man muss sie auch durchstehen ohne wegzuratzen. Ein schwieriges Unterfangen. Es sei denn, man genießt vor Antritt einen heißen Bohnenkaffe. Dieser hält einen garantiert wach.

Aber nicht das Koffein ist es, was einen vom Schlafen abhält, sondern die überaus verdauungsförderne Wirkung. So sitze ich denn jedes mal mit zusammengekniffenen Backen und zitternem Leib im Hörsaal und kann das Ende gar nicht erwarten, um endlich die Örtlichkeiten aufzusuchen und mein zutiefst menschliches Bedürfnis zu befriedigen.

Und was bringt es mir am Ende? Nicht viel, denn während ich mich konzentriere meine Ladung nicht vorzeitig zu verlieren, kriege ich von den tiefschürfenden ökonomischen Theorien genauso viel mit, wie die Leute, die neben mir knacken wie die Schweine.

Schöne Scheiße…

Bild: Buddha dog von SuperFantastic unter CC-Lizenz

Geschrieben am 05. Juni 2008 von Herschel, abgelegt in Aus dem Leben - Reaktionen auf Rivva