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Der Glücksmarktausch

deutsche mark

Seit ca. 5 Jahren trage ich eine D-Mark von 1950 in meinem Portemonnaie mit mir herum, seit ich sie beim Aufräumen auf einem Dachboden fand. Ich bezeichne sie immer als meine "Glücksmark", doch eigentlich hilft sie mir nur Einkaufswagen und Schließfächer zu kriegen. Bis gestern: Da habe ich sie in einem Schließfach versenkt, bei dem der sonst übliche Schlitz zum Münzauswurf durch einen kleinen Kasten zugebaut war.

Schöne Abzocke, ihr Schweine, dachte ich und begab mich panisch auf die Suche nach Personal. Dieses war schnell gefunden, nur helfen konnten sie mir nicht, da die Kästen von einer Sicherheitsfirma geleert werden und sie nicht wissen, wann die kommen. Allerdings war ich beileibe nicht der Erste, der seine Mark in den Schränken verloren und dann rumgeheult hat. Das kommt öfter vor, doch abgeholt hat die Mark wohl noch niemand.

Da ich mir sicher war, dass ich nicht der Erste sein würde, der seine Mark wieder abholt, habe ich mich auf einen Vergleich eingelassen: Einen Euro gegen eine Mark aus dem Fundus. Als Präferenz gab ich 1950 an, schließlich wollte ich mir weiterhin in die Tasche lügen, dies sei meine einzig wahre Glücksmark.

Natürlich gab es keine von 1950, was in Ordnung ist, da ich mit diesem Jahrgang nichts verbinde. Stattdessen habe ich eine Mark aus meinem Geburtsjahrgang bekommen. Ein prima Tausch.

(Bild: When the € came… Good bye to Deutsche Mark von Gabi_Berlin)

Geschrieben am 19. November 2008 von Herschel, abgelegt in Aus dem Leben - Reaktionen auf Rivva