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Über den Sinn und Unsinn von "McDonalds-Flashmobs"

bubble mob

Hin und wieder stolpert man im Internet über das Sujét "McDonalds-Flashmob". Vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit, und ich nutzte die Gelegenheit um ein wenig nach dem Sinn dieser Aktionen zu suchen. Genau genommen hoffte ich auf ein Pamphlet zu stoßen, welches diesen Veranstaltungen eine sozialkritische Komponente andichtet.

Aber Pustekuchen - "McDonalds-Flashmobs" werden zum reinen Selbstzweck betrieben, der Burgerbrater macht dann eben den Umsatz des Jahres und Castrop-Rauxel kann beweisen, dass es mehr Burger als Uchte und Olpe zusammen wegschnabulieren kann. Ziemlich merkwürdiger Zeitvertreib, angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Verfettung und dem regelmäßig aufkeimenden Rumgeheule, McDonalds sei ein so böser Konzern.

Andererseits hängen da natürlich auch Jobs dran. Nicht die besten, aber sie verschaffen einigen Bürgern ein Auskommen, und Schülern mit chronischem Taschengeldmangel die nötige Kohle für die Sause in der Großraumdisko o.ä. Außerdem zahlt McDonalds Steuern, welche - nach einer Odyssee durch die kuriosesten Kanäle - möglicherweise wieder beim Volk ankommen. Zum Beispiel werden öffentliche Plätze instand gehalten, so dass man sich dort adäquat verabreden kann, um gemeinsam über einen McDonalds herzufallen.

Genau genommen also gar kein so schlechter Sport, dieses "McDonalds-Flashmobbing", wenn man mal von der ernährungstechnischen Botschaft absieht. Allerdings gibt es da immernoch ein Detail, das mir nicht gefällt:

Der Fairness halber sollte man einmal einen "Burger King-Flashmob" veranstalten. Das schmeckt auch besser…

Bild: Vancouver Bubble Mob von random dude unter CC-Lizenz

PS: Oben abgebildeter "Bubble Mob" ist mir irgendwie sympathischer.

Geschrieben am 22. Mai 2008 von Herschel, abgelegt in Am Rande der Philosophie - Reaktionen auf Rivva