Zur Navigation Zum Inhalt Zum Seitenende

Der Nerdknast

Derzeit gibt es zwei Entwicklungen, die ich mit Interesse verfolge. Einerseits lagern Kommunen nach und nach immer mehr Dienstleistungen aus. Es ist möglicherweise also nur noch eine Frage der Zeit, bis es in Deutschland privat geführte und betriebene Gefängnisse nach angelsächsischem Vorbild gibt.

Andererseits werden Verletzungen des Urheberrechts in Verbindung mit Musik und deren illegaler Weitergabe immer strenger verfolgt und härter sanktioniert. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass bald eine Menge "Filesharer" in den Bau gehen. Das wiederum bedeutet, dass eine Menge blässlicher, schwächlicher Nerds einwandern, die weder in der Lage sind ein Stück Seife länger als zwei Minuten festzuhalten, noch sich den massiven Avancen sexuell ausgezehrter Gewaltstraftäter zu erwehren.

Und das ist der Punkt, wo Schlomo und ich mit einer genialen Geschäftsidee dazukommen: Wir eröffnen einen Nerdknast, quasi einen IT-Gulag. Dort sind die dünnärmigen Hacker und "Ich mache was mit Medien"-Schlackse unter sich, müssen keinen Ärger mit dauerbodybuildenen Sicherheitsvollzugsinsassen fürchten und können für uns gegen den fairen Stundenlohn von - sagen wir - 25 Cent die Stunde Bestseller-Applications programmieren.

Die Frage ist nur: Welche potenten Lobbyisten können die nötigen Änderungen in der Politik durchdrücken und wer beteiligt sich mit einer Finanzspritze an diesem hochprofitablen Projekt? Interessenten können sich gerne melden.

Geschrieben am 20. September 2008 von Herschel, abgelegt in Am Rande der Philosophie, Neuigkeiten - Reaktionen auf Rivva