Zur Navigation Zum Inhalt Zum Seitenende

Der Mensch als Ersatzteillager?

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht euch einen Organspenderausweis zu besorgen? Ich für meinen Teil spiele sehr häufig mit dem Gedanken, meine Organe, im Falle meines Ablebens, anderen kranken Menschen zu schenken.

Viele Menschen jedoch hätten Schwierigkeiten damit, sich von ihren Organen zu trennen. Ich kann die Gründe dafür nur sehr eingeschränkt nachvollziehen, und möchte in diesem Blog-Eintrag meine Gedanken zu dem Thema kund tun.

Nach dem Tod ist nichts! So jedenfalls meine Meinung. Der Geist, der den Menschen zu Lebzeiten beseelt hat, ist nach dem Hirntod seiner Existenzgrundlage beraubt. Folgerichtig kann man nach dem Tod auch keinerlei Empfindungen im Bezug auf die Organentnahme haben: Es wird einem nicht weh tun, und seine Seele bekommt man durch das behalten eines Organs auch nicht wieder. Was spricht also dagegen Organe zu entnehmen?!

Organspender

Wer an einer Verlängerung seines Lebens interessiert ist, für den ist Organspenden doch die bessere Option. Zumindest biologisch lebt ein gewisser Teil dann in einem anderen Menschen weiter. Ganz abgesehen davon, dass ich einem anderen Menschen, und sei es für noch so kurze Zeit, das erspare, was mir selbst widerfahren ist - den Tod.

Also spricht doch eigentlich alles dafür, sich alsbald einen Organspenderausweis zu besorgen - oder wie seht ihr das?

Geschrieben am 27. Juni 2007 von Red Baron, abgelegt in Am Rande der Philosophie - Reaktionen auf Rivva