Wie viele andere Kinobesucher an diesem Wochenende habe ich Sonntag den momentan in den Medien meist-diskutiertesten deutschen Film gesehen - nein, nicht das Sex-im-Alter-Drama Wolke 9, sondern den aufwändig gemachten RAF-Spielfilm “Der Baader Meinhof Komplex” nach dem gleichnamigen Sachbuch von Stefan Aust.
Ich habe in der Oberstufe einen Politik-Leistungskurs belegt (damals hieß das noch “Gemeinschaftskunde”. So wie in “Volksgemeinschaft“). Das gesamte erste Semester (!) widmeten wir uns der Roten Armee Fraktion und lernten dabei so wichtige wissenschaftliche Techniken wie: Referate halten, Diskussionen führen, Videofilme gucken und die politische Haltung Andersdenkender lächerlich machen. Das Buch von Aust habe ich natürlich auch gelesen. Und zwar komplett. Naja, kann sein, dass ich bei den Berichten über Stammheim etwas vorgeblättert habe.
Was den Film angeht: Er ist gut gemacht, gut geschauspielert, präzise inszeniert - und hinterläßt eine große Leere. Es haben schon andere festgestellt, dass sich Eichingers Machwerk moralischen Positionen zu den Taten der RAF ziemlich enthält. Zutreffender ist, dass der Film die Motive der Gruppe, insbesondere der Hauptfiguren Ensslin, Baader und Meinhof, in den Mittelpunkt rückt. Was ja ganz nett ist, aber es bleiben einfach zu viele Fragen offen. (weiterlesen…)
Schon witzig, was man beim Google-Onanieren so alles findet. Zum Beispiel das Video vom kleinen Emanuel Zekic, einem aufstrebenden Musiker aus Bosnien und Herzegowina.
Prima Sache, hein?! Schönes Lied, solides Video und schon nachdem das Playback losgeht merkt der Keyboarder dann auch endlich, dass er für den Akkordeon-Sound zuständig ist. Herrlich. Jetzt würde mich nur noch der Titel dieses Kleinods musikalischer Früherziehung interessieren.
Heute morgen in der Straßenbahn auf dem Weg in die Innenstadt, wo ich eine warme Joppe (im jackentechnischen Sinne) für den dräuenden Winter käuflich erwerben wollte, kam mir eine formidable Idee, wie man mit Hilfe der Haltegriffe etwas Schwung in den öffentlichen Nahverkehr bringen könnte.
Und zwar steigt man nachts an einer beliebigen Endstation mit ca. 20 Leuten in eine der ersten, idealerweise leeren Bahnen, hängt an jeden Haltegriff eine blutige, abgerissene Hand aus Kunststoff, verteilt zum Abschied noch eine Gallone Kunstblut im Waggon und gibt Fersengeld. Das gäbe ein großes Hallo, wenn die ersten Pendler einsteigen.
Allerdings gibt es ein paar Faktoren, die mich von einer derartigen Aktion abhalten:
Mir fehlt das nötige Personal
Mir fehlt die nötige Knatze für ca. 50 Kunststoffhände
Mir fehlt ein Grund. So etwas sollte man nicht zum reinen Selbstzweck machen
Als ich schließlich in der hannoverschen Innenstadt angekommen bin, saß vor dem Peek&Cloppenburg das Bulgarische Akkordeonorchester und gab einen Tango zu besten. Gegenüber, auf einer Bank, saßen die Clochards mit ihrem obligatorischen Tetra Pak-Wein und lauschten andächtig. Diese für den Beitrag vollkommen irrelevante Anekdote musste ich einfach loswerden.
Also, wenn sich ein paar Leute finden, die den verwegenen Plan mit den abgerissenen Händen in die Tat umsetzen wollen: Schickt mir ein paar Fotos. Und nicht vergessen, ich distanziere mich ausdrücklich von einem derartigen Vandalismus!
Wie die meisten Leser inzwischen wissen dürften, waren der Herschel, der Nielsen, der Jizz P. und der Ich auf dem diesjährigen Landeslager. Und dort entstand eine Redewendung, die direkt danach wieder in Vergessenheit geriet. Ich denke jeder von uns hat es in den Bereich “Lagerkoller” eingeschoben und beschämt verdrängt. Aber warum? Kann das Wort Lunzen doch für so vieles verwendet werden. Ich bitte deshalb den Herschel in naher Zukunft eine BLOG-LUNZ-WOCHE auszurufen, in der in jedem Beitrag mindestens zweimal der Begriff Lunzen verwendet werden sollte.
Hier noch eine kleine Anregung für die weitere Verwendung des Begriffes.
Inspiriert vom Nerdcore-René habe ich heute mittag beschlossen meinen Kater mit einem Wannenbad zu bekämpfen. Dazu muss man wissen, dass ich seit zehn Jahren keine Badewanne mehr genutzt habe, sondern nur noch dusche.
Ich habe also den Wasserhahn aufgedreht, ein Erkältungsbad eingelassen und mich in die Wanne gelegt. Nach einiger Zeit war diese auch voll und ich merkte, wie die Hitze immer drückender wurde. Von Entspannung keine Spur. Nach zehn Minuten hatte ich die Schnauze voll. Ich robbte aus der Wanne, setzte mich in die Dusche und ließ erstmal fünf Minuten kaltes Wasser über mich laufen.
Danach besserte sich mein Zustand und ich konnte sogar wieder stehen. Außerdem habe ich nun nochmal die Bestätigung für mich selbst, dass es eine weise Entscheidung war dem Wannenbad zu entsagen. Es geht einfach nichts über eine erfrischende, kalte Dusche.
Ein verwirrender Titel, ich weiß. Deshalb zum Anfang die Klarstellung: Niemand hat irgendjemanden aufgekauft. Nur wie wir wissen, hatte Muxtape Probleme mit der RIAA und konnte die entgegen der äußerst optimistischen Ansage nicht lösen.
Deshalb wird das Konzept umgestellt. Muxtape richtet sich nun an Bands und Künstler, die dort ihr Musik hochladen können und gleichzeitig die Möglichkeit kriegen Informationen über sich und einen Tour-Kalender einzustellen. Außerdem kann das Layout der Künstler-Seite per CSS bearbeitet werden und es gibt einen Player-Widget, der auf jeder beliebigen Seite im Netz eingebunden werden kann.
Anmelden. Musik hochladen. Seite mit Infos versehen. Woher kennt man das? Richtig, von MySpace. Wenn Muxtape allerdings nicht zum Spielplatz von gelangweilten Selbstdarstellern verkommt und optisch ansprechend wird, sehe ich durchaus eine Chance. Konkurrenz belebt ja schließlich das Geschäft.
Bei der Durchsicht der aktuellen Airplaycharts stieß ich auf eine Band, die ich ohne rot zu werden als eine der richtungsweisenden auf dem deutschen Musikmarkt bezeichnen möchte. Leider blieb der kommerzielle Erfolg bisher aus, was man auch am ersten Konzert sehen konnte, das die Jungs vor ca. 2 Jahren in der Glocksee gaben. Es waren leider nur gefühlte 20 Personen anwesend, was aber egal war, denn die Bühnenpräsenz verleitete sowieso nicht zum in die Menge schauen.
Nun aber stellte ich fest, dass sie mit Ihrer Single “Allein, Allein” auf Platz 50 der aktuellen Airplaycharts stehen, während die Ärzte mit “Lasse red`n” bei den 90ern rumkrebsen. Das freut und deshalb gibt es nun auch hier das Video, das zwar pompös daher kommt, vom Musikalischen aber nicht die Klasse des ersten Albums erreicht. Naja, sei es drum. Wäre nicht die erste Band, die Abstriche macht um massenkompatibler zu werden. Ich gönn es ihnen.
Drüben bei Blogthings gibt es einen Test, um sein geistiges Geschlecht zu bestimmen. Mein Bregen ist zu 47% weiblich und 53% männlich. Die perfekte Mischung also. Von beidem natürlich nur das Beste
TediousNilsen hat kürzlich von der Popolski-Show berichtet. Dabei geht es um die polnische Familie Popolski, deren Großvater anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Genuss von 20 Gläsern Vodka die Popmusik erfunden hat. Es gab der Sendungen drei, die man alle auf der Website des WDR gucken kann, aber nur, wenn man irgendwelche obskuren Browser-PlugIns zum Laufen kriegt.
Hand aufs Herz - ich habe es nicht geschafft. Stattdessen habe ich mich sehr aufgeregt und dementsprechend geflucht. Nur die Popolskis habe ich nicht gesehen. Das ändert sich jetzt aber, denn auf 1Live gibt es die 1. Folge als eingebettetes Flash-Video. Und ich würde meinen Spiderman-Schlafanzug darauf verwetten, dass die anderen beiden Folgen demnächst nachkommen.
Also husch, husch - Popolskis gucken. Ist guter Sendung.
(direktEmpire)
Um hier mal wieder ein Musikvideo zu bringen, gibt es The National. Schönes Lied, schönes Video und an das Bläser-Outro gewöhne ich ich bestimmt auch noch.