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Mau Mau

Da war’s wieder soweit - Samstag abend, unstillbarer Mau Mau-Jieper. Mein Kollege Schlomo war unterwegs Bier holen, und ich machte mich in einem Anfall akuter Krassheit bzw. geistiger Umnachtung daran, ein Mau Mau-Spiel aus dem Netz zu saugen und auf seinem Computer zu installieren.

Natürlich hatte ich ihn nicht gefragt, er hätte nein gesagt.

Na gut, Download und Installation klappten reibungslos. Das Spielvergnügen konnte losgehen. Wir saßen zu viert am virtuellen Tisch, mit mir Bill Clinton, Albert Einstein und Helmut Kohl. Alles respektable Persönlichkeiten, und ein wenig stolz war ich schon, derartige Säulen unserer verkommenen Gesellschaft meine Mau Mau-Gegner nennen zu dürfen.

Jener Stolz verflog nach Beginn der Partie jedoch sehr schnell, und eine latente Agression machte sich breit. Nichts gegen das Spiel von Bill und Albert - sie droschen einen soliden Mau Mau -, aber Helmut, der feiste Sack, der zu meiner rechten saß, würgte mir eine Sieben nach der anderen rein.

Natürlich habe ich große Achtung vor seinen Leistungen als Einheitskanzler, aber das ging einfach zu weit. Wäre das Spiel real gewesen, hätte ich seinen Birnenkopf sehr wahrscheinlich mit ein paar saftigen Schlägen mit der flachen Hand bedacht.

So aber musste ich die fortwährenden Erniedrigungen hinnehmen, bis mich Albert durch seinen Sieg erlöste. Danach habe ich es vorgezogen mit richtigen Karten und echten Gegnern weiter zu spielen.

Ach ja, und weil ich Kumpel bin, habe ich dem Schlomo natürlich erzählt, welches Schätzchen da auf seinem Computer schlummert. So wird er denn wohl genau in diesem Augenblick davor sitzen und von Helmut Kohl lang gemacht werden.

Prost!

Geschrieben am 07. Januar 2007 von Herschel - Keine Kommentare


Alles neu!

Frohes Neues!

Seit einem Monat kein neuer Beitrag mehr, aber weniger ist ja bekanntlich mehr. Und mit Sensationen und Vergleichbarem sollte man gut haushalten.

Also: Nachdem ich eine mittelschwere Polonium-Vergiftung - die anfangs irrtümlicherweise als Thallium-Vergiftung fehldiagnostiziert wurde - überstanden hatte, und sich hinterher herausstellte, dass es doch nur Salmonellen waren; nachdem ich mir als Rekonvaleszent im Endstadium zu Weihnachten den Bauch tüchtig mit Gebratenem und Gesottenen vollgeschlagen und auch moderat bis mittelschwer dem Alkohol
zugesprochen habe; nachdem ich auf einem Schwall Fondue-Fett, Bier und Gin Tonic ins neue Jahr geschliddert bin - da dachte ich so bei mir: Meine Homepage braucht ein neues Design.

Nun hatte ich das alte Design ja mit dem Hintergedanken angelegt, dass Fotos auf schwarzem Grund einfach mal ein ganzes Stück besser aussehen, als auf weißem oder ockerfarbenem. Allerdings versprühte die Seite durch das übermäßige Schwarz einen dezenten Bestatter-Charme.

Es musste also eine freundlichere, lebensbejahendere (gibt es diesen Begriff) Aufmachung her. Gedacht, getan - habe ich mir mal eben einen Traum in Blau, Orange und Grau-Verläufen aus dem Arm geschüttelt. Hat auch gar nicht weh getan.

Und weil von nichts bekanntlich wenig bis - ebenfalls - nichts kommt, habe ich gleich noch einen Poster-Shop mit reingepackt. Also Leude - leert die Konten, schmückt eure Zimmer.

Das soll es auch schon wieder gewesen sein. Aber keine Bange - bei meinem bewegten Leben ist mit dem nächsten Beitrag schon in unglaublich schnell verfliegenden 8 Monaten wieder zu rechnen.

In steter Erwartung des Titels “Young Entrepreneur 2007″,

Euer Herschel

Geschrieben am 04. Januar 2007 von Herschel - Keine Kommentare