Auch in Zeiten der Krise muss es erlaubt, Geld aus dem Fenster zu schmeißen. So freut es mich besonders, dass der der Springer Verlag, welchem wir journalistische Glanzleistungen wie der BILD oder der WELT zu verdanken haben, nun den Vorstoß wagt und die Einführung einer Abgabe auf jeden verkauften Computer zusätzlich zur GEZ-Gebühr verlangt, mit welcher die siechen Zeitungsverlage am Leben erhalten werden sollen.
Da wird manch einer sicher zu Bedenken geben wollen, dass wir in einer freien Marktwirtschaft leben und die Zeitungsverlage doch dicht machen sollen, wenn keine Nachfrage mehr besteht und sie sich auf dem Markt nicht mehr behaupten können. Doch das ist zu kurz gedacht. Man denke nur an die Subvention des Kohleabbaus in Deutschland. Die kostet Milliarden, wird aber fortgeführt, weil die Folgen der Schließung der Zechen im Ruhrpott kurzfristig gesehen viel höher sind.
So ist es auch bei den Tageszeitungen. Arbeitslose Redakteure und Journalisten wären zu erwarten. Besonders im Falle der BILD-Zeitung wären die Folgen fatal, da hier ein Rattenschwanz an Reportern und Bloggern dran hängt, die sich der Sysiphus-Arbeit hingeben, den Schwachsinn, den das Monster BILD-Zeitung täglich erbricht, richtig zu stellen. Von den Gerichten, die sich aufgrund BILD’scher Schreiberei regelmäßig über Verfahren bezüglich Verleumdung, Volksverhetzung, etc. freuen können, ganz zu schweigen.
Von daher macht die Abgabe Sinn. Also her damit! Gemeinsam tragen wir den Anachronismus "Tageszeitung" weit ins neue Jahrtausend hinein.
Unglaublich! Man kann seine Fotos nun endlich auch direkt aus Flickr raus bei Twitter posten, so man denn einen entsprechenden Account hat. Damit haben unsere Yahoo!-Pappenheimer mal wieder grandios bewiesen, dass sie unheimlich flink und innovativ sind. Dienste, wie Twitpic und yFrog gibt es ja erst seit einer geschätzten Ewigkeit. Von daher ist der Zug kaum abgefahren.
Auch das Konzept, Twitter bei der “Blog This”-Funktion unter zu bringen ist an Genialität kaum zu übertreffen. Miesepeter werfen Flickr da sicherlich Faulheit respektive Ideenlosigkeit respektive Unbedachtheit vor, aber ich denke, dass es schon so ist, dass User, die nicht möchten, dass man ihre Bilder auf irgendwelchen Blogs veröffentlicht, auch nicht wollen, dass man einen Link auf eines ihrer Bilder bei Twitter postet. Schließlich macht es keinen Unterschied, ob die eigenen Bilder irgendwo unauthorisiert im Netz verwendet werden, oder Traffic auf der eigenen Flickr-Seite durch Verlinkung im Netz erzeugt wird.
Man kann beides nicht nur locker über einen Kamm scheren, nein, es ist bei näherem Betrachten sogar das gleiche paar Schuhe. In diesem Sinne: Hut ab, Flickr, für diesen Geniestreich. Ich wusste, dass ihr weit mehr drauf habt, als nur vollkommen verspätet und total konzeptionslos eine Videofunktion einzubauen.
Am Sonntag nur ein kurzer Verweis auf einen wohl realativ jungen, dafür aber um so sehenswerteren Blog: http://awkwardfamilyphotos.com
Hier werden Familienfotos archiviert, die z.T. schon für sich genommen sehr groß sind, z.T. aber auch in der Serie erst so richtig zur Geltung kommen. Hier nur zwei ausgewählte Beispiele, den Rest bitte selbst durchsuchen.
Vor ein paar Tagen hat offensichtlich ein junger Mann in den USA ein Internetcafe überfallen, in dem er die Mitarbeitenden glauben ließ, er hätte eine Waffe. Dabei handelte es sich aber um eine Banane unter seinem T-Shirt. Er wurde überwältigt und hat die Banane vor dem Eintreffen der Cops gegessen, übrig blieb die Schale. So weit, so wenig spektakulär. Spekulativ wirds dann aber bei der HAZ, die dieses Foto mit Bildunterschrift veröffentlichte:
Da stellt sich doch die Frage: Wie ähnlich ist diese Banane der Tatwaffe? Hatte die möglicherweise doch mehr braune Stellen? Oder einen anderen Krümmungsgrad? War sie eher länger oder kürzer? Und was hat sich die Redaktion bei dieser Bildunterschrift gedacht???
Vor einigen Jahren gab es ja die unsägliche "Du bist Deutschland"-Kampagne, die — man erinnere sich — wirklich grottenschlecht war. Erwartungsgemäß schossen die Verarschungsvideos wie Pilze aus dem Boden, die eigentlich alle eines gemeinsam hatten: Sie waren nicht minder schlecht.
Die Kampagne "Du bist Terrorist!" schlägt in die gleiche Kerbe, ist aber deutlich besser. Das liegt zum einen daran, dass es wirklich eine (ernsthafte) Botschaft gibt, womit nicht einmal das Original-"Du bist Deutschland"-Video aufwarten konnte. Zum anderen ist der Sprecher einfach unheimlich überzeugend.
Kollege TediousNilsen hat schon des längeren davon geschwärmt und nun habe ich mir endlich mal die Mühe gemacht, das Video bei YouTube rauszusuchen: Den großen Zusammenschnitt der ersten fünf Folgen der "Börse im Ersten"-Videos von Switch Reloaded. In der Fülle wird das ganze nochmal ein gutes Stück grotesker.
Poken sind irgendwie die Verbindung zwischen der Online-Welt und ihrem realen Pendant. Und bei Gadgetting.com werden zwei verlost. Einen davon möchte ich gewinnen, und zwar den Elvis.
Bitte entschuldigt, dass ich bei dem momentan sehr geringen Output hier auch noch solche Dinger rauskloppe, aber es musste sein. Vertraut mir!
Am Wochenende fand in Hannover das dreitägige “8 bit ‘n Roll Computer Trash Festival” statt. Auch wenn ich mich gut erinnere, dass das heutige Rumgenerve mit Musik aus Handys kein Vergleich zu dem nervtötenden Geräuschsalat ist, den man hatte, wenn drei Gameboys gleichzeitigt dudelten, wünsche ich mir doch letzteres zurück. Die Konzerte waren super. Sehr liebevoll, sehr skurril und absolut tanzbar. Nur Mitsingen ist schwierig.
Eine der anwesenden Bands war Sputnik Booster aus Augsburg. Sie tragen alle große Umzugskartons mit Alufolie, in denen sie sich kaum bewegen können und trotzdem abgehen wie Schmidts Katze.Ihr neues Album “Robot Science” kann man bei ihrem Label Da! Heard it Records kostenlos runterladen. Und auf Youtube das Video zu Pit Stop ansehen: